Jacqueline Würz – in Weilburg unterwegs

Das Bürgergespräch in Ahausen war gut besucht und es wurde rege diskutiert. Denn in Ahausen gibt es viel zu tun.
Das Bürgergespräch in Ahausen war gut besucht und es wurde rege diskutiert. Denn in Ahausen gibt es viel zu tun.

Hirschhausen- Gaudernbach – Kirschhofen – Drommershausen – Kubach – Hasselbach – Odersbach – Waldhausen – Bermbach – Weilburg – Ahausen.  Das waren meine Stationen zum Jahresbeginn 2017. Alle Stadtteile habe ich besucht, ich war von Tür zu Tür unterwegs. Über 1.000 Klingelknöpfe, mein Wahlprogramm liegt jetzt in fast allen Haushalten der Stadt.

Von Tür zu Tür - freundliche Menschen begrüßten mich.
Von Tür zu Tür – freundliche Menschen begrüßten mich.

Regen, Schnee, Wind und Wetter, das hat mir alles nichts ausgemacht, denn ich wurde entschädigt durch viele freundliche Menschen, die ein offenes Ohr für mich hatten, die sich über meinen Besuch freuten, mir Mut machten und mir kleine Wünsche mit auf den Weg gaben. Ich kenne jetzt jeden Winkel der Stadt, kenne Straßen, Schlaglöcher und weiß, wo es Handlungsbedarf gibt. Auch im Winter ist es in allen Weilburger Stadtteilen schön, denn wir liegen in einer sanften Mittelgebirgslandschaft, mit der Lahn in der Mitte und vielen reizvollen Orten, in denen fleißige Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser und Gärten im Schuss halten und damit unsere Stadt lebenswert machen.  Allerdings gibt es auch „Baustellen“ die ich als Bürgermeisterin mit den Menschen vor Ort kreativ angehen möchte.

Ein lebendiger Ortsmittelpunkt

Hier liegt eine wichtige Aufgabe für mich, denn die Erhaltung der vorhandenen Bebauung, die Nutzung der Häuser, die Beseitigung von Leerständen oder die Sanierung schadhafter Gebäude ist wichtig. Auch hier brauchen wir Menschen, junge Familien mit Kindern, die bereit sind, das Haus ihrer Eltern zu übernehmen oder eine Immobilie zu kaufen. Investitionen nicht nur in neuen Baugebieten zu tätigen, sondern auch in den Ortskernen und in bestehende Immobilien. Denn ein gesunder und lebendiger Ortsmittelpunkt strahlt auf die gesamte Stadt aus und die Menschen fühlen sich wohl. .

Rege Diskussionen

Abends folgten dann die Bürgergespräche, kleine Runden mit zehn, zwanzig, manchmal auch mehr Teilnehmern, die mich besser kennen lernen wollten. Es gab rege Diskussionen über wichtige örtliche Themen, aber auch Fragen der Stadtentwicklung wurden angesprochen. Der Ausbau der Straße, der örtliche Kindergarten, der nächste Arzt, die Fahrt mit dem Bus in die Stadt – das alles waren Themen, die mir vorgetragen wurden und die ich mitgenommen habe. Was passiert, wenn die Straße erneuert wird und ich plötzlich einen dicken Gebührenbescheid von der Stadt erhalte? Ist es da nicht besser, die Kosten auf alle Grundstückseigentümer umzulegen? Auch Beschwerden über zu schnelles Fahren in der Ortsdurchfahrt gab es oder Anregungen zur Gestaltung des örtlichen Friedhofs. Das sind nur einige Beispiele der Themen, die den Menschen wichtig sind. Für mich war das alles sehr interessant. Ich habe alle Gedanken und Anregungen mitgenommen. Viele Ideen sind in die Box „Meine beste Idee ….“ gewandert. Darin geht nichts verloren. Alle Anliegen sind es wert, gehört zu werden.

Lobenswerte Initiativen

Abends wurde dann weiter diskutiert. Hier ein Beispiel aus Drommershausen
Abends wurde dann weiter diskutiert. Hier ein Beispiel aus Drommershausen

Diskussionen um die Schwimmbäder gab es in Bermbach und Odersbach. Kleine Bäder im Eigentum der Stadt, die von rührigen örtlichen Fördervereinen unterstützt werden, mit viel Eigenleistung und Geld. Es werden Sommerfeste veranstaltet, um mit dem Erlös den Bestand zu sichern. Das sind lobenswerte Initiativen, die ich gerne fördern und unterstützen will. Denn die Schwimmbäder sind wichtig, für die Dorfgemeinschaft, aber auch für die Entwicklung des Tourismus in der Stadt. Alle Kinder müssen schwimmen lernen – das ist ein kommunaler Bildungsauftrag.

Eine qualifizierte Kinderbetreuung ist den jungen Familien wichtig, Kindergarten und Grundschule sollten in der Nähe und gut erreichbar sein. Beruf und Familie zusammen, das funktioniert nur, wenn es ein gutes Betreuungsangebot gibt. Für mich wird das künftig ein wichtiges Ziel meiner politischen Arbeit sein, denn junge Familien machen unsere Stadt stark.

Viele engagierte Menschen

Auch Fragen der Stadtentwicklung waren von Interesse. Die Entwicklung der Innenstadt mit den vielen leeren Geschäften wird nicht nur in der Kernstadt sondern auch in den Stadtteilen genau beobachtet. Was passiert, wenn nichts passiert? so die bange Frage. Die Bebauung des Kirmesplatzes in Weilburg wurde diskutiert oder auch die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Die Bürgerinnen und Bürger wollen besser informiert werden, sie wollen bei Entscheidungen mitwirken und sich einbringen. Das ist meine wichtigste Erfahrung, die ich aus den Gesprächen vor Ort mitbringe. Ich habe viele engagierte Menschen getroffen, Vereinsvertreter, Elternbeiräte, Ortsbeiräte. Sie alle wollen sich für „Ihren“ Ort und unser Weilburg engagieren. Sie alle haben den Wunsch, besser eingebunden zu werden. Das will ich gerne tun, denn dies ist für mich ohnehin eine Voraussetzung für meine Arbeit.

Denn die Stadt ist nur stark, wenn es viele engagierte Menschen gibt, die mitmachen.

 

Das Bürgergespräch in Drommershausen war gut besucht.
Das Bürgergespräch in Drommershausen war gut besucht und es wrden viele Gedanken ausgetauscht.