Gute Laune im Weilburger Rathaus

Foto: Unterstützung aus dem Rathaus. Der Wahlvorschlag wird an Bürgermeister Hans-Peter Schick und Martina Mehl übergeben. Von links: Martina Mehl, Hans-Peter Schick, Jacqueline Würz und Bruno Götz
Foto: Unterstützung aus dem Rathaus. Der Wahlvorschlag wird an Bürgermeister Hans-Peter Schick und Martina Mehl übergeben. Von links: Martina Mehl, Hans-Peter Schick, Jacqueline Würz und Bruno Götz

In den letzten Wochen war ich viel unterwegs. Begegnungen, Gespräche und wichtige Eindrücke habe ich mitgenommen, Besinnliches und Heiteres – alles war dabei.

Demokratie und Menschenrechte sind keine Selbstläufer

Beeindruckend war das Gedenken an die Pogromnacht am 9. November 1938 und die Feierstunde dazu an der Schlosskirche. Auch die Veranstaltungen zum Volkstrauertag, die ich in Weilburg, Bermbach und Kubach besuchte, erinnerten an die vielen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und mahnen für den Frieden. Reden werden gehalten und Kränze niedergelegt. Ab und zu wird die Frage gestellt, ob dies noch erforderlich ist, denn die beiden Weltkriege, die Not und Elend brachten, liegen lange zurück und Zeitzeugen gibt es nur noch wenige. Doch die Welt ist in Unruhe und die aktuellen Ereignisse stimmen nicht hoffnungsfroh. Überall gibt es Gewalt, Terror und kriegerische Konflikte. Wir haben über 60 Jahre ohne Krieg erleben dürfen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die Kriege und Auseinandersetzungen fanden an anderen Orten statt. Konflikte in der Ukraine, im Nahen Osten, in Nordafrika, alles sehr nahe an Europa. Frieden sieht anders aus. Alles Gründe, den Volkstrauertag zum Gedenken und auch zur Mahnung gegen Gewalt und Krieg zu nutzen. Die beiden Weltkriege mit ihren vielen Opfern, auch in unseren Familien im heimischen Raum müssen immer in Erinnerung bleiben. Wir in Weilburg mit allen Stadtteilen stellen uns dieser Aufgabe, das hat sich am letzten Sonntag eindrucksvoll gezeigt und das ist gut so. Dazu passt auch die Aussage von Pfarrer Guido Hepke in seinem Wort zum Sonntag im Weilburger Tageblatt. Demokratie und Menschenrechte sind keine Selbstläufer, hat er geschrieben und zum Engagement für Frieden und Freiheit aufgefordert. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ein Dankeschön für viele schöne Nachmittage

Sehr schön und unterhaltsam waren für mich die Seniorennachmittage in Hasselbach und Hirschhausen. Engagierte Ortsbeiräte, viele freiwillige Helferinnen und Helfer, Musik- und Tanzvorführungen sorgten für Freude und Begeisterung bei unseren älteren Mitbürgern. Das zeigten die glücklichen Gesichter und der Beifall der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Stadt Weilburg hat in finanziell schwierigen Zeiten an den Seniorennachmittagen festgehalten, eine richtige Entscheidung, wie sich heute zeigt. Doch es geht nicht nur um Geld. Viele fleißige Hände sind erforderlich, damit diese Nachmittage gelingen. Alle haben ein großes Dankeschön verdient. Freude und frohe Besucher gab es auch im „Weilburger Stift“ beim Großmütterchen-Kaffee, den der Weilburger Hausfrauenverein gemeinsam mit dem Männergesangverein „Liederkranz“ organisierte. Gedichte, Ansprachen und lustige Musik von Adolf Jung mit seiner Ziehharmonika prägten den Nachmittag, mit leckerem Kuchen, den die Hausfrauen selbst gebacken haben. Eine vorbildliche Veranstaltung, die viele Nachahmer finden sollte.
Die Lebenssituation der älteren Menschen ist für mich eine wichtige Aufgabe in den nächsten Jahren. Gute Nachbarschaft, Treffpunkte, der Laden um die Ecke, der Arzt in der Nähe, Pflege und Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Das alles sind nur einige Punkte, die zu organisieren sind. Denn viele Senioren leben allein und müssen mit einer kleinen Rente zurecht kommen. Eine größere Aufmerksamkeit und Hilfe ist erforderlich.

Mehr Engagement für die Altstadt

Wertvolle Hinweise und nette Gespräche - das gibt es beim Infostand in der Weilburger Innenstadt.
Wertvolle Hinweise und nette Gespräche – das gibt es beim Infostand in der Weilburger Innenstadt.

Gute Gespräche gab es auch beim Infostand am letzten Wochenende. Herbstliche Kühle, frischer Wind und interessante Gedanken zur Stadtentwicklung. Ein interessanter Mix, bei dem es viele Forderungen zu einem größeren Engagement für die Weilburger Innenstadt gab. Leerstände, Parkgebühren, Hundekot – viele einzelne Punkte waren den Besuchern wichtig. Die Innenstadt ist die Visitenkarte von Weilburg. Hier entscheidet sich, ob die Menschen bei uns leben, arbeiten oder investieren wollen. Doch dazu wird es später noch mehr Gedanken von mir geben.

Formalitäten und mehr

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf der letzten Wochen und den vielen Gesprächen und Begegnungen, mit freundlichen Rückmeldungen und Ermunterungen. Heute habe ich dazu noch eine wichtige Aufgabe erledigt. Zusammen mit Bruno Götz, dem Stadtverordnetenvorsteher habe ich die Wahlunterlagen mit dem Wahlvorschlag in das Rathaus gebracht und an Martina Mehl und Bürgermeister Hans-Peter Schick übergeben. Die Formalien sind damit erledigt und über das Angebot zur Unterstützung durch den Bürgermeister habe ich mich gefreut.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist erreicht.

 

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