Engagement für Weilburg

Ein Dankeschön für lange Jahre in Stadtparlament und Magistrat. v.l.: Walter Frank, Hans-Joachim Schabedoth, Tobias Eckert, Karl-Peter Wirth, Stefan Haibach, Jacqueline Würz, Rüdiger Ebel und Helmut Jung
Ein Dankeschön für lange Jahre in Stadtparlament und Magistrat. v.l.: Walter Frank, Hans-Joachim Schabedoth, Tobias Eckert, Karl-Peter Wirth, Stefan Haibach, Jacqueline Würz, Rüdiger Ebel und Helmut Jung

Kürzlich hatte ich ein besonders schönes Erlebnis. Beim Jahresabschluss der Sozialdemokraten im Weilburger Hotel Lahnschleife wurden Stadtverordnete und Magistratsmitglieder geehrt, die im Frühjahr 2016 aus der Stadtpolitik ausgeschieden sind. Walter Frank, Karl-Peter Wirth, Stefan Haibach,  Rüdiger Ebel waren lange Jahre dabei, ebenso Norbert Dieth und Simone Löw, die wegen anderer Verpflichtungen fehlten. Alle haben ein großes Lob und ein Dankeschön verdient. Dabei wurde mir bewusst, wie wertvoll die freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeit im Dienste der kommunalen Demokratie ist. Egal ob im Ortsbeirat, im Stadtparlament oder im Magistrat – ohne die Menschen, die vor Ort die wichtigen Themen für die Entwicklung unserer Stadt aufgreifen und Verbesserungen bewirken, läuft nichts. Sie sind bekannt, wissen wo der Schuh drückt und können die Sorgen und Nöte schnell weiter geben.

Viele engagierte Menschen

Dies begann schon beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Nicht nur die große Politik in Bonn war wichtig. Vor Ort, auch bei uns in Weilburg kümmerten sich viele engagierte Menschen, waren behilflich bei der Wohnraumbeschaffung für Flüchtlinge, bei der Arbeitsplatzsuche oder bei der Beschaffung von Lebensmitteln. Kommunen und Parlamente stellten Bauplätze und kostenloses Bauholz zur Verfügung und die Menschen halfen sich gegenseitig. Das alles wurde später unter der Überschrift „Wiederaufbau“ und „Wirtschaftswunder“ diskutiert. Eine Leistung die von den Freiwilligen vor Ort erbracht wurde, auf die wir stolz sein können

Eine weitere Herausforderung stellte sich bei der Gebietsreform in den siebziger Jahren. Kleine und selbstständige Gemeinden sollten zusammenwachsen zu größeren und leistungsfähigeren Verwaltungseinheiten. Auch hier war die Ebene vor Ort wichtig, Gemeindevertreter und politische Parteien hatten die Aufgabe für dieses Ziel zu werben. Es musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Das war eine Leistung, die ohne die ehrenamtlichen Ansprechpartner vor Ort nicht funktioniert hätte.

Die Welt in Bewegung

Auch aktuell stellen sich viele Herausforderungen, denn die Welt ist in Bewegung. Hier bei uns gibt es viele junge Menschen, die das Beschäftigungs- und Freizeitangebot in den Ballungsräumen anlockt, die dorthin wegziehen. Hier gilt es gegenzusteuern, denn Weilburg muss auch weiter ein attraktiver Wohn- und Arbeitsplatzstandort  für Jung und Alt bleiben. Das geht nur mit vielen engagierten Menschen vor Ort, die sich in Ortsbeiräten, in der Kommunalpolitik und in den Vereinen engagieren und dieses Ziel unterstützen. Dies ist aber auch wichtig für die vielen kleinen Dinge des Alltags, die ohne Ehrenamt und „Nachbarschaftshilfe“ nicht gelingen.

Vorbildlich und beispielhaft

Ich werde in meiner künftigen Tätigkeit viele Menschen ermuntern für die Gemeinschaft aktiv zu werden, in den Vereinen, bei Projekten in den Stadtteilen und in der Politik. Nur so gelingt es die Entwicklung der Stadt weiter voran zu bringen. Die von der SPD ausgesprochenen Ehrungen waren deswegen besonders wichtig, weil es sich hier um vorbildliches und beispielhaftes Engagement handelte. Gleichzeitig ist es mit dem Wunsch verbunden,  viele Bewohner unserer Stadt für diese Arbeit zu gewinnen.


Siehe auch: SPD – Büffet, Urkunden und Ehrennadeln